Pokal

Der Bezirk München plant für 2023/24 wieder eine Pokalrunde mit Mannschaftspokal und Ligapokal, an der wir uns gerne beteiligen.

2022/23 standen wir im Finale des Münchner Mannschaftspokals und verloren knapp gegen die Schachfreunde München.

Damit waren wir auch erneut für den Bayerischen Mannschaftpokal qualifiziert, wo wir erstmals die 1. Runde überstanden und sogar am Ende den Wettbewerb gewinnen und den Pokal nach Hause nehmen konnten.

Mit dem Gewinn des Bayerischen Mannschaftspokals sind wir auch erstmals für das Pendant auf deutscher Ebene qualifiziert, das dort Deutsche Pokal-Mannschaftsmeisterschaft heißt. In diesem Wettbewerb haben wir uns erfolgreich für die Ausrichtung einer Vorrunde beworben, die somit am 27./28. Januar 2024 im Spiellokal unserer 1. Mannschaft in Freiham stattfindet.

 

 

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Der Rote Turm gewinnt erstmals den Münchner Mannschaftspokal

17.02.2024

Münchener Mannschaftspokal, 3. Runde (Finale) am 18.02.2024

Im Finale des Münchener Mannschaftspokal-Wettbewerbes traten wir am Sonntag als amtierender Bayerischer Pokalinhaber an. Der Münchener Pokal fehlte uns noch in unserer jüngeren erfolgreichen Pokalhistorie - und Tradition verpflichtet! Gegner war Garching. Nicht angetreten waren die beiden Mannschaften für das Spiel um Platz drei. Dabei wurden wir hilfreich unterstützt von Klaus in der Rolle des Gastgebers und von Stefan, der uns als Zuschauer moralische Unterstützung angedeihen ließ.

Als erster beendete Peter seine Partie an Brett 3 mit einer überzeugenden Partie: Läuferopfer auf h7 (das sein Gegner ablehnte), Initiative, Qualitätsgewinn, Abwicklung in ein Endspiel mit zwei aktiven Türmen gegen einen passiven Turm in der Ecke und einem gefesselten Springer. Ein ungefährdeter Sieg. Nach der Partie rätselten die Analyseexperten (Peter und Simon), ob das Opfer zwingend zum Sieg führt. Aber die Schachgötter belohnen oft die Mutigen im Kampf um die Initiative, so dass die Frage den Engines überlassen werden kann.

Als nächster beendete Simon seine Partie: Ein weiterer Klassiker in Simons Sammlung an englischen Gewinnpartien mit Weiß: Druck auf der langen Fianchetto-Diagonalen, dann auf b3-g8 mit der Dame gegen den gegnerischen König (Schwarz hatte versucht, mit f7-f5 Gegenspiel zu ermöglichen - mit dem Preis der Schwächung der Königsstellung). Erst gewann Simon den Bauern auf b7. Und als er dann in ein Endspiel abwickeln konnte, war allen klar: Als Endspiel-Spezialist wird es uns den zweiten Punkt bringen. So kam es dann auch. Mit einem taktischen Kniff gewann er einen zweiten Bauern und dann die Partie. 2:0 für den roten Turm - die Sache fing gut an.

Sylvio und ich hatten nun mit Schwarz jeweils einen Matchball, der schon mit Remis verwandelt gewesen wäre. Sylvios Gegner an Brett 1 spielte die Benoni-Eröffnung trickreich ohne c4 und mit sofortigem Druck auf d5 und mit Dd5 und Sg5 gegen f7. Das war so nicht abgesprochen! In Zug 13 war die Qualität weg. Sylvio wehrte sich tapfer, konnte sich aber vom Eröffnungs-Überfall nicht mehr erholen und streckte nach 31 Zügen die Waffen. 2:1.

An Brett vier mit Schwarz sah auch ich mich einer kreativen Eröffnungsbehandlung ausgesetzt. Ist das die Garchinger Eröffnungs-Schule? Ein 2:2 hätte nicht gereicht - das höchste Gewinnbrett entscheidet im Pokal - und das hatten wir verloren. In einer turbulenten Stellung mit schwarzem Bauernsturm am Königsflügel konnte ich nach der schwierigen Eröffnungsphase eine dominante Stellung erreichen mit geschwächtem weißem König. Mit Bauern auf g4 und h3 und einem Oktopus-Springer auf f3 hatte ich alles unter Kontrolle. Sylvio klärte mich zwischendurch noch mal auf: Remis würde reichen! Aber ohne Risiko konnte ich mit einem Qualitätsopfer eine weitere Figur gewinnen. Bei ständiger Mattdrohung auf der Grundreihe entstand am Schluss eine außergewöhnliche Stellung, in der Zugzwang zum Matt führte: Turm und zwei Springer gegen eine paralysierte weiße Armee von zwei Türmen. Das hatte ich so auch noch nicht gesehen.

Somit gewannen wir 3:1 und können uns jetzt amtierender Bayerischer und Münchener Mannschafts-Pokal-Sieger nennen. Der Rote Turm und der Pokal-Wettbewerb: das passt einfach! (Spielbericht von Jörg Günther)

 SC Roter Turm Altstadt 120453,0 - 1,0SC Garching 1980 11833
1Josch,Sylvio21110 - 1Westenthanner,Paul2027
2Ritzka,Simon20581 - 0Guttenberg,Roland1842
3Bohnhoff,Peter20101 - 0Khandar,Sankalp1738
4Günther,Jörg20021 - 0Stempfle,Tobias1725

Mehr Informationen gibt es auf der Turnierseite des Mannschaftspokals auf der Homepage des Schachbezirks München.

 

Münchener Mannschaftspokal, 2. Runde (Halbfinale) am 21.01.2024

Im Halbfinale des Münchner Mannschaftspokals sind wir am 21.01. bei den Sfr. München angetreten, um unserer erfolgreichen Pokalhistorie ein weiteres Kapitel hinzuzufügen.

Da mein Gegner an Brett 4 nicht erschien, lagen wir nach einer Stunde mit einem Punkt vorne. An Brett 1 baute Florian seinen gefürchteten Londoner Mattangriff auf und opferte dafür zwei Bauern. Der stark spielende Gegner verteidigte jedoch sehr präzise. Nachdem Florian eine schwierig zu findende Remis-Schaukel mit Zug- und Stellungswiederholung ausließ, mussten wir leider dann dem Gegner einen vollen Punkt überlassen. Das setzte Christian an Brett zwei und Simon an Brett drei unter Druck. Nun mussten wir 1,5 Punkte an beiden Brettern holen, da nach Pokal-Regel bei Gleichstand von 2:2 das höchste Gewinnbrett entscheidet.

Dieser Aufgabe waren beide souverän gewachsen. Simon an Brett 3 erzielte schnell Ausgleich mit Schwarz und konnte dann dem gut aber nach eigener Einschätzung zu aggressiv spielendem Gegner durch präzises Spiel einen vollen Punkt abringen. Auch Christian hatte an Brett 2 Schwarz und konnte in der Eröffnung ausgleichen. In Zug dreißig waren beide Spieler in anspruchsvoller Stellung in Zeitnot. Gegen die weiße Initiative am Damenflügel konnte Christian Gegenspiel am Königsflügel entwickeln. Ab Zug 35 spielten beide auf Inkrement. Alle drei Ergebnisse wären möglich gewesen. Er beherrschte die Zeitnotphase aber souverän und gewann die Qualität, doch der Gegner hatte im Endspiel noch einen gefährlichen Freibauern. Mannschaftsdienlich vermied er riskante Gewinnversuche und brachte schließlich den siegbringenden halben Punkt nach Hause.

Mit diesem 2½ zu 1½ Erfolg haben wir uns erneut für das Finale und damit auch für den Bayerischen Mannschaftspokal qualifiziert. (Spielbericht von Jörg Günther)

 Schachfreunde München 119151,5 - 2,5SC Roter Turm Altstadt 12066
1Türel,Tugrul20001 - 0Ries,Florian2113
2Heinisch,Niklas20870,5 - 0,5Parsch,Christian2092
3Ajdari,Ardian17260 - 1Ritzka,Simon2058
4Staude,Anian1855- / +Günther,Jörg2002

 

Münchener Ligapokal, 1. Runde (Viertelfinale) am 10.12.2023

Für unsere 2. Pokalmannschaft, die heuer im Ligapokal startet, war die aus Jugendlichen bestehende 5. Mannschaft der Schachfreunde München in der 1. Runde trotz unserer nominell klaren DWZ-Überlagenheit eine Nummer zu groß. Unser Team schied bei einem Resultat von 2-2 durch das höhere Gewinnbrett aus dem Wettbewerb aus.

Dabei hatte alles so schön angefangen Jakob und Pascal hatten nach rund 1:30 Stunden jeweils mit Mehrbauer gute Gewinnchancen. Auch an den Spitzenbrettern sah es nicht schlecht aus. Aber dann unterschätzte David die taktischen Möglichkeiten seines Gegners und vorlor erst eine Figur und dann die Partie. Bald darauf übersah zwar Jörgs Gegner in bereits schwieriger Stellung ein simples Matt, aber die vorherige Niederlage an Brett 1 erwies sich als zu hohe Bürde. Bei Jakob und Pascal verflüchtigte sich leider der Vorteil, und beide waren am Ende mit Remis noch gut bedient.

 SC Roter Turm Altstadt 219072,0 - 2,0Schachfreunde München 51332
1Nguyen,David18690 - 1Volkmann,Corbinian1485
2Tsilighiris,Jörg17201 - 0Beeh,Florian1324
3Mayer,Jakob13620,5 - 0,5Shaik,Zhafar1309
4Weisbrod,Pascal17160,5 - 0,5Bender,Niklas1211

Mehr Informationen gibt es auf der Turnierseite des Ligapokals auf der Homepage des Schachbezirks München.

 

 
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